Universität Mannheim / HDZ / Lehrpreis 2017

Lehrpreis der Universität Mannheim

Als Anerkennung für herausragende Lehrleistungen vergibt die Universität jährlich einen Preis. Der Lehrpreis wird in zwei Kategorien verliehen:

• Kategorie 1: Professorinnen/Professoren
• Kategorie 2: Juniorprofessor/Innen und promovierte Mitglieder des Mittelbaus.

Gewinner 2017

Die Geehrten zeichnen sich durch hervorragende Evaluationen durch die Studierenden aus und vermitteln die jeweiligen Inhalte praxisnah mit großen Einsatz und didaktisch abwechslungsreich. Darüber hinaus gelingt es ihnen, die Studierenden in besonderem Maße zu motivieren und sehr gute Lernerfolge zu erzielen.

Prof. Dr. Hiram Kümper
Inhaber des Lehrstuhls für Spätmittelalter und Frühe Neuzeit

Prof. Dr. Hiram Kümper ist seit 2013 Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Universität Mannheim. Seine Absicht ist es, Studierenden Berufsorientierung „im Feld“ zu ermöglichen, z. B. in Museen, Archiven und Bibliotheken. Dabei wird das forschende Lernen der Studierenden durch Veröffentlichungen und Ausstellungen sichtbar gemacht und um Komponenten wie Service Learning ergänzt. Als wichtiges Kernelement seiner Lehre setzt er gezielt eLearning ein, etwa in der Nutzung von „portable classrooms“ und in der Entwicklung von Apps. Im Rahmen eines aktuellen Projekts gestaltet er „intergenerationelles Geschichtslernen vor Ort“, indem er Schüler, Studierende sowie Senioren in projekt- und produktorientierten Lehrformaten außerhalb des Campus zusammenbringt.

Dr. Christian Meilicke
Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Informatik II (Künstliche Intelligenz)

Dr. Christian Meilicke ist seit 2007 am Lehrstuhl für Praktische Informatik II (Künstliche Intelligenz) tätig. Seit Beginn seiner Lehrtätigkeit setzt er sich kontinuierlich für die Verbesserung der Lehre ein, so z. B. für die Einführung von praktischen Programmierklausuren am PC sowie von Midterm-Klausuren. Neben der Gestaltung von Inverted Classroom-Formaten hat er ein Peer Feedback-Modell eingeführt, bei dem sich die Studierenden gegenseitig Rückmeldungen zur Lösung ihrer Aufgaben geben. In der Lehre ist er außerdem bekannt für die jährlich ausgetragene „Bohnen-WM“, bei der die Studierenden einen Algorithmus für das Bohnenspiel (Mancala-Spiel) entwickeln und bei einem Turnier gegeneinander antreten.

Sonderpreis: Prof. Dr. Wolfgang Effelsberg
bis Anfang 2017 Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Informatik IV

Prof. Dr. Wolfgang Effelsberg war von 1989 bis Anfang 2017 Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Informatik IV an der Universität Mannheim. Bereits im Jahr 1998 begann er mit der Erstellung von Vorlesungsvideos, die er den Studierenden zur Verfügung stellte. Er war zudem einer der ersten Lehrenden in Deutschland, der regelmäßig Televorlesungen angeboten hat, beispielsweise gemeinsam mit der Universität Freiburg oder der Universität Nizza. Entsprechend wurde er im Jahr 2003 für seine Pionierarbeit im Bereich des multimedialen Lernens mit dem Landeslehrpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Des Weiteren hat er mit seinem Team eines der ersten Systeme („WIL/MA“) entwickelt, das interaktive Abstimmungen im Hörsaal zulässt. Außerdem wurden an seinem Lehrstuhl viele Apps entwickelt, um Studierenden Verfahren und Algorithmen aus den Bereichen Rechnernetze und Multimediatechnik einfacher zu vermitteln. Auch ein Open Online Course sowie mehrere Serious Games wurden unter seiner Federführung erfolgreich umgesetzt. Professor Effelsberg war zudem maßgeblich am Aufbau diverser internationaler Projekte beteiligt, so z. B. einem Austauschprogramm mit Waterloo/Kanada.